Pur Style goes Slow Fashion

Nachdem erfolgreichen Modezirkus im Grazer Kunsthaus wurde mir wieder bewusst, wie viel Kleidung in unseren Schränken hängt, die wir nicht tragen und schon gar nicht schätzen! Am Samstag habe ich dann die Dokumentation The True Cost angesehen und wollte mir danach am liebsten alle Kleider vom Leib reißen! Wieso müssen Menschen wie Sklaven behandelt werden und dafür sterben, dass wir jede Woche neue Klamotten kaufen können? Pur Style goes Slow Fashion – mit diesem Projekt setzt Pur Style ein Zeichen gegen Fast Fashion!

Das Fast Fashion Konzept hat mich in den letzten Jahren schon eher dazu gebracht, mich auf Second Hand Mode zu konzentrieren, und nicht jedem Trend hinter her zu laufen – auch meine Ausbildung zum Personal Stylist hat mir gelehrt, dass Stil nichts mit Trends & einem großen Kleiderschrank zu tun hat, sondern einige wenige Teile, die sich gut mit Lieblingsstücken und It-Pieces kombinieren lassen, reichen völlig aus! Vor allem bei meinen Kleiderschrankchecks habe ich gesehen, dass viele Kundinnen ganz erstaunt sind, welche Schätze sie im Schrank haben und Ideen, wie sie diese tragen und kombinieren können, hat ihnen neue Freude daran gegeben!

Die Freude am Tauschen und die Tatsache, dass wir im materiellen Überfluss leben hat mich nun dazu gebracht, ein persönliches Projekt zu starten: Ich möchte nun in meinem Kleiderschrank keine neuen Klamotten haben, für die Menschen sterben mussten. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, den 4.Jahrestag des Rana Plaza Unglücks als Anlass zu nehmen und mich auf Second Hand Mode & Fair Fashion zu konzentrieren. Ich werde ein wöchentliches Shopping-Tagebuch schreiben, und möchte somit zumindest bei mir selbst beginnen, 1. nicht mehr so viel zu kaufen, 2. second hand kaufen und 3. wenn ich mir was neues kaufe fair fashion zu kaufen.

Ich bin über alle Tipps zu Slow Fashion und Infos dankbar und hoffe, die Fashion Welt ein bisschen zu verbessern!

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